KSG Gerlingen Abteilung Badminton

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13. Luxembourg Youngsters International

Für Patrick Heimann ging es zum Ende seiner Jugendlaufbahn ein letzten Mal zu den Youngsters International nach Luxemburg, die am 28./29.10.2017 stattfanden. Leider konnte Philipp Most verletzungsbedingt nicht mitfahren.

Er startete neben dem Einzel (U19) auch im Doppel, wo er allerdings frei gemeldet wurde und dann Yanush Wendland vom BC Bischmisheim zugelost wurde. Bevor es aber an die Doppel ging, mussten erst die Einzel absolviert werden.

Patrick war in einer gut gemischten Vierergruppe mit einem Schweizer, Belgier und Franzosen gesetzt, gegen den er auch sein erstes Spiel zu bestreiten hatte. Es wurde von Anfang an ein sehr ausgeglichenes Spiel, welches über die gesamte Distanz von drei Sätzen ging. Leider schlichen sich bei Patrick, wie zur Zeit des öfteren, leichte Fehler in den entscheidenden Phasen ein, so dass er den Kürzeren ziehen und dem Gegner den Sieg überlassen musste.

Die zweite Begegnung war gegen den Spieler aus Belgien, der deutlich stärker als der erste war. Zunächst sah es nach einer deutlichen Niederlage aus, da der erste Satz verloren ging und es zu Beginn des zweiten Satzes 2:11 stand. Patrick schaffte aber das kleine Comeback und holte sich tatsächlich noch den zweiten Satz. Den Entscheidungssatz schaffte Paddy ebenfalls offen zu halten. Dann kam allerdings die Doublette des ersten Spiels. Die wirklich sehr gut erspielte 18:16 Führung wurde durch die eigene Ungeduld und daraus resultierenden unnötigen Fehlern zu einer knappen 19:21 Niederlage umgewandelt. Somit waren die Hoffnungen auf ein Weiterkommen in die Hauptrunde so gut wie erledigt und das dritte Spiel die letzte Möglichkeit, einen Sieg zu holen.

Dieses Match wurde insofern ein kurioses Spiel, da Patrick die Spielweise des Schweizers komplett reinlief. Paddys Gegner spielte eigentlich echt gut, schaffte es aber nicht, sein eigenes Spiel so umzustellen, um Patrick damit wirklich zu überraschen. Somit wurde es zu einer recht gechillten Zweisatzangelegenheit und man konnte doch noch ein gewonnenes Spiel feiern.

Das nächste Kuriosum folgte dann gleich anschließend. Patrick war vor dem letzten Gruppenspiel Letzter in seiner Gruppe. Da die Gruppe allerdings so ausgeglichen war und Paddy seine Spiele sehr knapp in drei Sätze verloren hatte, konnte er nach der letzten Gruppenrunde aufgrund des besseren Satzverhältnisses doch noch auf den zweiten Platz vorrücken. Das bedeutete das überraschende Weiterkommen ins Viertelfinale am Sonntag. Ganz unverdient war es auf jeden Fall nicht, da es allesamt wirklich sehr gute Spiele auf hohem Niveau waren.

Nach dem Einzel begannen am Samstagabend noch die Doppeldisziplinen. Die Spieler des ersten gegnerischen Doppels kamen aus Frankreich und Portugal und man wusste nicht so recht, wie man diese einzuschätzen hatte. Für Patrick und Yanush stellten Sie allerdings keine wirkliche Gefahr dar, so dass die Beiden einen ungefährdeten Zweisatzsieg einfahren konnten und ebenfalls ins Viertelfinale einzogen. Dieses war dann noch am Abend auf 21 Uhr angesetzt. Die Gegner aus Frankreich und Belgien waren eine ganz andere Hausnummer als eine Runde zuvor. Sie spielten ein sehr temporeiches Spiel, bei dem sich Patrick und Yanush erst einfinden mussten. Der erste Satz ging dadurch auch recht klar an die Gegner. Im zweiten Satz sah die Geschichte schon anders aus. Die Beiden konnten sich dem hohen Spieltempo anpassen und gute Rallyes in den Ballwechseln mitgehen, was plötzlich zu einem sehr ausgeglichenen Spiel führte. Als müsste es so sein, wurde nach einem zwischenzeitlichen Punktestand von 20:20 auch dieses mal wieder extrem knapp der Satz und somit auch das Spiel mit 20:22 aus der Hand gegeben.

Am Sonntagmorgen wurden dann die Viertelfinale im Einzel gespielt. Da sich Patrick als Zweiter seiner Gruppe qualifiziert hat, bekam er jetzt gleich eine richtige Nuss zu knacken. Mit Jonas Scheller vom BC Bischmisheim musste er gegen die Setzposition eins ran. Bemerkenswert ist an dieser Stelle noch, dass Paddy bis dahin noch keinen deutschen Gegner hatte und es dieses mal wirklich eine interessante Auslosung für ihn war. Erklärtes Ziel war es, evtl. drei Sätze herauszuholen, oder in Zwei zu gewinnen ;). Naja, dass das Zweite eher nicht klappen würde, war recht schnell klar, da Jonas ein sehr sicheres und solides Spiel aufzog. Paddy schaffte es trotzdem wieder ein klasse Spiel abzuliefern, jedoch blieben abermals aufgrund der fehlenden Spielsicherheit die Punkte zu oft beim Gegner. Dadurch schaffte er es auch nicht, sich in einen durchaus möglichen dritten Satz zu spielen.

Insgesamt darf man mit dem Abschneiden durchaus zufrieden sein. Zwar hätten die einzelnen Ergebnisse etwas besser sein können, allerdings hat Paddy seine derzeitigen Möglichkeiten in jedem Spiel nahezu vollständig ausgeschöpft und sehr starke Spiele gezeigt. Das war wirklich toll und als “Belohnung” gab es deshalb auch einen noch nie erlebten Muskelkater, der selbst schwaches Husten zu einer schmerzhaften Angelegenheit machte. Was eher negativ zum Tragen kam, war einfach die zu hohe Fehlerquote, die im Training unbedingt gesenkt werden muss, um sich bei solch einem Turnier durchsetzen zu können.